Verbrauchsteuernummer
Die Verbrauchsteuernummer ist die eindeutige Kennnummer eines Steuerlagers oder eines anderen zugelassenen Beteiligten im Verbrauchsteuerrecht. Sie hat 13 Stellen: zwei Buchstaben für den Mitgliedstaat und elf weitere Zeichen.
Worauf es ankommt
Die Nummer wird mit der Erlaubnis erteilt und bleibt am Beteiligten hängen, nicht an der Ware. Ihr Aufbau ist europaweit einheitlich: Die ersten zwei Stellen nennen den Mitgliedstaat, die restlichen elf identifizieren den Betrieb. Ein Unternehmen führt deshalb oft mehrere Nummern, eine für den Steuerlagerinhaber und je eine für jedes zugelassene Steuerlager.
Im e-VD steht die Nummer an zwei Stellen, beim Versender und beim Empfänger, und beide werden gegen SEED geprüft. Passt eine davon nicht, kommt die Sendung nicht ins Verfahren. Deshalb gehört sie in die Stammdaten des Geschäftspartners und nicht in eine Mail, aus der sie beim nächsten Mal wieder abgeschrieben wird.
Ändert sich etwas an der Erlaubnis, ändert sich oft auch die Nummer. Wer sie ohne Abgleich weiterverwendet, verlässt sich auf einen Stand, den niemand bestätigt hat.
Rechtsgrundlage
Artikel 19 der Verordnung (EU) Nr. 389/2012
Beispiel
Ein Versender in Frankreich trägt die Verbrauchsteuernummer des Empfängers in das e-VD ein; passt sie nicht, weist EMCS den Entwurf zurück. Dieselbe Nummer steht später auf dem Begleitdokument und in der Eingangsmeldung.
Was dabei schiefgeht
Zwei Verwechslungen kommen regelmäßig vor. Die erste betrifft die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und die EORI-Nummer: Alle drei beginnen mit einem Länderkürzel, aber nur die Verbrauchsteuernummer hat 13 Stellen und gilt ausschließlich im Verbrauchsteuerrecht. Die zweite betrifft Lagerinhaber- und Lagernummer bei Unternehmen mit mehreren Steuerlagern; dann landet die Sendung formal am falschen Ort.
Beides weist EMCS zurück, und die Korrektur kostet einen Tag, in dem die Ware nicht fährt. Wer die Nummern je Rolle und Lagerort getrennt dokumentiert, verliert diesen Tag nicht.
Bei TXWH
TXWH nennt seine Verbrauchsteuernummer beim Onboarding, damit der Versender sie in seinen Stammdaten hinterlegen kann. Für Lagerinhaber und Steuerlager gibt es getrennte Nummern, und wir sagen je Sendung, welche gebraucht wird.

